1. Was ist ein Radar-Füllstandssensor und wie unterscheidet er sich von herkömmlichen Lösungen?
Radar-Füllstandssensoren sind zentrale Messgeräte für die industrielle Füllstandsmessung und basieren auf der Millimeterwellen-Technologie (76 GHz bis 81 GHz).Dank berührungsloser Messung, hoher Integration, kompakter Bauweise und flexibler Schnittstellen können sie Licht, Regen, Staub, Nebel oder Frost durchdringen und ermöglichen so einen Allwetterbetrieb, wodurch die Einschränkungen herkömmlicher Sensoren in rauen Umgebungen überwunden werden.

Im Folgenden finden Sie einen detaillierten Vergleich zwischen Radar-Füllstandssensoren (Baureihen KLM800/KWL801/KWL802/KWL803) sowie herkömmliche Alternativen auf der Grundlage offizieller Produktspezifikationen:
| Merkmal | KACISE Radar-Füllstandssensor | Schwimmer-Füllstandssensor | Ultraschall-Füllstandssensor |
| Messprinzip | FMCW | Durch Auftrieb angetriebenes mechanisches Uhrwerk | Reflexion von Schallwellen |
| Genauigkeit | ±1 mm – ±2 mm (KWL801: ±1 mm; andere: ±2 mm) | ±10 mm (wird leicht durch mechanischen Verschleiß beeinflusst) | ±0,5–11 TP3TFS |
| Messbereich | 0,06 m–70 m (KWL801: 0,1 m–70 m; KWL803: 0,06 m–40 m) | Begrenzt (max. 20 m) | 0,2 m–30 m |
| Medienkompatibilität | Beständig gegen Korrosion, Schaum, Staub und Nebel; geeignet für Flüssigkeiten und Feststoffe | Anfällig für Verstopfungen durch viskose/abrasive Medien | Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante (radarreflektierend) |
| Kommunikationsprotokoll | Modbus-RTU, Textprotokoll (AT-Befehle), TTL/RS485/RJ45 | Keine | Modbus-RTU, TTL/RS485 |
| Schutzart | IP67 (KWL801), IP68 (KWL802/KWL803) | IP65 (Frostschutz erforderlich) | IP65 bis IP68 |
| Betriebstemperatur | -40 °C–85 °C (KWL801), -40 °C–75 °C (übrige Modelle) | -20 °C–80 °C | -40 °C–85 °C |
2. Vergleichstabelle der Produktparameter für Radar-Füllstandssensoren
Auf der Grundlage der offiziellen Produktunterlagen von KACISE (Serien KLM800/KWL801/KWL802/KWL803) hilft Ihnen die folgende Parametertabelle dabei, schnell das passende Modell für Ihre Anforderungen zu finden:
| Parameter | KLM800 | KWL801 | KWL802 | KWL803 |
| Betriebsfrequenz | 80 GHz | 80 GHz | 80 GHz | 80 GHz |
| Messbereich | 0,06 m–3 m / 0,15 m–20 m / 0,4 m–40 m | 0,1 m – 12 m, 0,3 m – 65 m | 0,06 m – 3/5/10 m; 0,1 m – 15/20 m; 0,2 m – 40 m | 0,06 m – 3/5/10 m; 0,1 m – 15/20 m; 0,2 m – 40 m |
| Messgenauigkeit | ±2 mm | ±1 mm | ±2 mm | ±2 mm |
| Strahlwinkel | ±3° | 6° | ±2,75° | ±2,75° |
| Kommunikationsschnittstelle | TTL (Modbus) | RS485 (Modbus-RTU) | RS485/RS232/RJ45/TTL (Modbus/Textprotokoll) | RS485/RS232/RJ45 (Modbus/Textprotokoll) |
| Stromversorgung | 3,3 V Gleichstrom | 9 V–36 V Gleichstrom | 9 V–24 V Gleichstrom | 9 V–24 V Gleichstrom |
| Schutzart | IP65 | IP68 | IP68 | IP68 |
| Betriebstemperatur | -20 °C bis 70 °C | -30 °C bis 70 °C | -40 °C bis 75 °C | -40 °C bis 75 °C |
| Wichtigste Merkmale | Kompakte Bauweise; geringer Stromverbrauch (1,5 mA im Standby-Modus) | Messbereich von 65 m Höhe | Wasserdicht nach IP68; Unterstützung von AT-Befehlen | Wasserdicht nach IP68; Unterstützung von AT-Befehlen |
Leitfaden zur Auswahl von Kacise-Radarfüllstandssensoren: Leitfaden zur Auswahl von Radar-Füllstandssensoren – EN.pdf
2.1 Wie wählt man den richtigen Radarsensor aus?
Schritt 1: Medium und Modell aufeinander abstimmen
Korrosive Medien (Säuren/Laugen): Wählen Sie KWL801/KWL802 (IP68, Edelstahl 316/PTFE-Auskleidung).
Schaumige/turbulente Medien: KWL801 (5-GHz-Bandbreite) durchdringt Schaumschichten effektiv.
Schritt 2: Anpassung der Tankgröße an Reichweite und Abstrahlwinkel
Schmale Schächte/kleine Behälter (Durchmesser < 1 m): KWL802 (Abstrahlwinkel ±2,75°).
Große Behälter/Tanks (Durchmesser > 5 m): KWL801 (Messbereich 0,3 m–65 m).
Warnung: Vermeiden Sie die Montage in der Nähe von Rührwerken oder Flussufern – stellen Sie sicher, dass die Strahlwege frei von Hindernissen sind.
Schritt 3: Überprüfen Sie die Umgebungs- und Prozessbedingungen
Feuchtigkeit/Eintauchen: IP68 (KWL801/KWL802/KWL803) für Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Überschwemmungsgefahr.
Stromversorgung: KLM800 (3,3 V) für Anwendungen mit geringem Stromverbrauch; KWL801 (9 V–36 V) für industrielle Stromversorgungssysteme.
Schritt 4: Kompatibilität und Wartung prüfen
Kommunikation: Stellen Sie sicher, dass der Sensor das Protokoll Ihres Systems unterstützt. Wartung: Reinigen Sie die Antenne in staubigen Umgebungen alle drei Monate mit Alkohol (gemäß der Empfehlung von KACISE) – dies senkt die Ausfallrate um 80%.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Modell Sie wählen sollen, können Sie gerne Kontaktieren Sie uns zusammen mit Ihren Antragsdaten für den technischen Support.
3. Erläuterungen zu den wichtigsten Parametern
3.1 Messbereich

Der Messbereich bezieht sich auf den minimalen und maximalen Abstand, den ein Radar-Füllstandssensor zwischen dem Sensor und der Flüssigkeitsoberfläche zuverlässig messen kann. Er wird in der Regel als Bereich angegeben (z. B. 0,3 m–65 m) und bezeichnet den effektiven Arbeitsbereich des Sensors – jeder Flüssigkeitsstand außerhalb dieses Bereichs führt zu ungenauen Messwerten oder zu keiner Datenausgabe.Es ist entscheidend, den Messbereich an Ihre tatsächlichen Überwachungsanforderungen anzupassen: Ein Sensor mit einem Messbereich von 40 m eignet sich für flache Brunnen, während große Stauseen möglicherweise einen Messbereich von 65 m erfordern, um die gesamten Wasserstandsschwankungen abzudecken.
3.2 Toter Winkel

Die Totzone ist der Mindestabstand unmittelbar unterhalb des Sensors, in dem dieser die Flüssigkeitsoberfläche nicht erfassen kann. Aufgrund von Signalbeschränkungen kann der Sensor für Füllstände innerhalb dieser Zone keine gültigen Messwerte liefern.Wenn ein Sensor beispielsweise eine Blindzone von 0,3 m hat, kann er Flüssigkeitsstände, die näher als 0,3 m am Sensor liegen, nicht genau messen – dies ist für Überwachungsszenarien in seichten Gewässern von entscheidender Bedeutung.
3.3 Strahlwinkel

Der Strahlwinkel ist die Breite des vom Sensor ausgesendeten elektromagnetischen Wellenstrahls. Er bestimmt den “Erfassungsbereich” des Sensors – ein enger Strahlwinkel (z. B. ±2°–±4°) bündelt das Signal auf einen kleinen Bereich und reduziert so Störungen durch Hindernisse wie Tankwände oder Flussufer. Ein breiter Abstrahlwinkel (z. B. 8°–22°) deckt einen größeren Bereich ab, ist jedoch anfälliger für Fehlechos. Schmale Abstrahlwinkel eignen sich ideal für schmale Brunnen oder unübersichtliche Umgebungen, während breite Abstrahlwinkel für offene Stauseen geeignet sind.
3.4 Kommunikationsschnittstelle

Die Kommunikationsschnittstelle ist der physikalische Anschluss oder das Protokoll, über das der Sensor Messdaten an externe Geräte (z. B. Steuerungen, Monitore oder Funkmodule) überträgt. Zu den gängigen Schnittstellen zählen RS485, TTL, RJ45 und entsprechende Protokolle wie Modbus-RTU oder Textprotokolle (AT-Befehle). RS485 wird häufig für die industrielle Kommunikation vor Ort verwendet, während RJ45 die Netzwerk- bzw. Funkübertragung (z. B. 4G-DTU) für die Fernüberwachung unterstützt.
4. Anwendungsszenarien
4.1 Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
Anwendungsfall: Hochwasserüberwachung an Flüssen/Stauseen, Füllstandsregelung in Abwassertanks
Empfohlene Modelle: KWL801 (Reichweite 0,3 m bis 65 m); KWL803
Warum: Die Reichweite von 65 m des KWL801 eignet sich für große Stauseen; die Schutzart IP68 des KWL803 schützt vor Korrosion durch Abwasser und vor dem Eintauchen in Wasser.
4.2 Chemie und Petrochemie
Szenario: Tanks für ätzende Chemikalien (z. B. Schwefelsäure), Rohöl-Lagerung
Empfohlene Modelle: KWL801/KWL802 (PTFE-ausgekleidete Antenne)
Warum: Die Schutzart IP68 verhindert Schäden durch austretende Chemikalien; das Modbus-/Text-Protokoll ermöglicht die Fernüberwachung.
4.3 Maßgeschneiderte Entwicklung und nachträgliche Integration
Empfohlenes Modell: KLM800_TTL (kompakte Bauform, 3,3 V, geringer Stromverbrauch) Grund: Geringe Größe, geringer Stromverbrauch, kompatibel mit verschiedenen Gehäusen.




