1. Hintergrund des Projekts

Ein mittelgroßes Logistik- und Verpackungszentrum hat automatisierte Förderanlagen für Sortier-, Verpackungs- und Etikettiervorgänge eingeführt. Das System erforderte eine zuverlässige Erkennung des Materialvorhandenseins an wichtigen Stellen der Förderanlage, um:

  • Überprüfen Sie vor dem Verpacken, ob das Material angekommen ist.
  • Blockierung des Förderbands erkennen
  • Anzahl der zu übertragenden Artikel zählen
  • Achten Sie auf den richtigen Zeitablauf bei der Etikettierung und Sortierung

Aufgrund des begrenzten Platzangebots und der hohen Staub- und Partikelbelastung kam es bei optischen und Kontaktsensoren zu Fehlsignalen und Verschleiß. Um diese Einschränkungen zu überwinden, ohne eine SPS hinzuzufügen, entschied man sich für eine berührungslose Ultraschalllösung.

1. Auswahlhilfe für den Ultraschallsensor KUS3000

2. Herausforderungen bei der Messung

Die Anwendung musste folgende Anforderungen erfüllen:

  • Staub und Schmutz auf Förderbandoberflächen beeinträchtigen die Zuverlässigkeit optischer Sensoren
  • Notwendigkeit einer zuverlässigen Erkennung, die unabhängig von der Materialfarbe oder dem Reflexionsgrad ist
  • Sich schnell bewegendes Material, das eine schnelle Erfassungsreaktion erfordert
  • Stau-Situationen, in denen sich Gegenstände ansammeln und der Durchfluss ins Stocken gerät
  • Anforderung zur Auslösung von Alarmen, Zählern und Anzeigen ohne SPS

Diese Anforderungen führten zur Entscheidung für eine berührungslose Ultraschallmessung mit konkreten lokalen Ausgabewerten.

3. Lösungsübersicht

  • Lokale Relaisalarme
  • Zähler
  • Optische Anzeigen (Leuchten)
  • Auslöser für Verpackung und Kennzeichnung

Ultraschallwellen erfassen den Abstand zu Objekten, um deren Vorhandensein, Fehlen oder eine Behinderung festzustellen.

3.1 Gerätekonfiguration

Das System bestand aus:

  • Ultraschall-Näherungssensoren vom Typ KUS3000 an Schlüsselstellen (Zuführung, Bandmitte, Auslauf)
  • Verstellbare Halterungen zur Ausrichtung der Sensoren auf die Förderbandoberfläche
  • Signalausgang, der an Zähler und Alarmmodule angeschlossen ist
  • Optische Signalleuchten
  • Lokale Stromversorgung

3.2 Wichtige technische Spezifikationen

ParameterSpezifikation
ErfassungsmethodeBerührungslose Ultraschall-Näherungsmessung
Erfassungsbereich30 mm – 500 mm (typische Konfiguration)
AusgabetypRelais / Digitaler Schalter
Reaktionszeit< 50 ms
SchutzIP65
Betriebstemperatur-10 °C bis 50 °C
EinrichtungÜber der Förderbahn befestigt

3.3 Umsetzungsprozess

Einrichtung
KUS3000-Sensoren wurden über den Förderbandabschnitten angebracht:

  • Eingangsbereich — Ankunft des Materials erkennen
  • Erkennungsbereich für Verstopfungen — feststeckende Elemente erkennen
  • Vorverpackungsbereich — Triggeranzahl/Verarbeitung
  • Beschriftungsbereich — Vorhandensein des Materials bestätigen
KUS3000 Ultraschall-Näherungssensor zur Material- und Blockierungserkennung auf Förderbändern (1)
KUS3000 Ultraschall-Näherungssensor zur Material- und Blockierungserkennung auf Förderbändern (2)

Verkabelung
Der Digital-/Relaisausgang jedes Sensors wurde an lokale Alarmeinheiten, Zähler oder Kontrollleuchten angeschlossen. Es erfolgte keine SPS-Integration.

Inbetriebnahme
Die Erkennungsschwellen wurden am Sensor entsprechend der Förderbandgeschwindigkeit und den Produkttypen angepasst. In Testläufen wurden die Zuverlässigkeit der Erkennung und die Unempfindlichkeit gegenüber Fehlauslösungen überprüft.

4. Projektergebnisse und -leistung

LeistungskennzahlErgebnis
Zuverlässigkeit der Erkennung>99% – präzise Erkennung
FalschalarmquoteGering (unter staubigen Bedingungen minimal)
Reaktionszeit< 50 ms
WartungGeringer als bei optischen Sensoren
BetriebsstabilitätStabil bei unterschiedlichen Materialarten

Die Ultraschall-Näherungssensorik sorgte für eine gleichbleibende Erkennung, die weder von der Materialfarbe noch von der Materialstruktur oder Staubablagerungen beeinflusst wurde.

5. Schlussfolgerung